Deutschland
Postleitzahl: 85 290
Vorwahl: 0 84 52

Künstler zur Ausstellung :

Themenausstellung im Rahmen der Kunst- und Kulturtage 2007 : "Hell-dunkel" (Kain und Abel, Gut und Böse, Engel und Teufel, Schwarz und Weiß, .... Die Polarisierung in der Bibel und im Leben)

Geisenfeld-Online


Helmuth Danz:

Skulpturen in Bronze und Messing


Helmuth Danz

Große Zellgasse 7
85049 Ingolstadt
Tel.: 0841/17699
helmuth_danz@gmx.de

www.kunst-danz.de

Über meine Arbeiten :
Meine Skulpturen entstehen überwiegend aus erodierten Holzfragmenten. Bei der Auseinandersetzung mit diesen im Zerfallsprozess begriffenen Materialien faszinieren insbesondere deren oft eigenwilligen Strukturen, Formen und Wuchs. Beeindruckend ist daneben aber auch die Ästhetik, die sich häufig erst während des Zerfallsprozesses offenbart; dies ist Quell für Inspirationen und Kreativität.

Der Bezug zum Motto der Ausstellung wird offensichtlich: Werden und Vergehen, was allen Dingen immanent ist, wird in den Hölzern augenfällig. Die verwendeten, "vergehenden" Materialien sind Ausgangspunkt für Neues. So scheinen sich die wirklich oder vermeintlich entgegengesetzten Pole -Anfang und Ende - zu berühren. Das eine bedingt wohl das andere; jedem Neubeginn liegt etwas Vergangenes zu Grunde.

"Gut" und "Böse" sind Postulate, die nicht aus dem Jenseits kommen. Sie sind Ergebnis zivilisatorischer Prozesse, die höchst unterschiedlich interpretiert werden, nicht selten sogar gegensätzlich.
Gut und Böse sind stets "Geschwister", die unzertrennlich miteinanderverbunden sind. Diese Ambivalenz ist jedem Menschen immanent; jeder ist gut und böse zugleich.

Ich möchte zwei Torsi unmittelbar nebeneinander aufstellen, um auf diese Ambivalenz hinzuweisen. Einen dunklen und einen hellen (Bronze und Messing). Dahinter bzw. zwischen beiden soll ein Flügel (als Symbol des Guten, eines Engels) postiert werden. Folgendes ist mit dieser "Ergänzung" intendiert:

  Die "Frau" als solche wird in unserem Kulturkreis häufig als die "Verführerin" gesehen, was durchaus für das Böse steht (Vertreibung aus dem Paradies…). Die Frauentorsi bieten sich einerseits deshalb an, weil sie Erotik und Sexualität ausstrahlen, was nicht selten als Quell des Bösen interpretiert wird.
Durch das einfache Hinzufügen des "Attributs" Flügel jedoch entledigt sie sich des "Sündigen", des immanent Bösen; sie wird zum Engel und somit zum Symbol des "Guten" und "Reinen".

Zum selben Thema bietet sich auch die als Bild beigefügte Skulptur mit dem Titel "Mystik der Bussardeiche" mit seinen höchst unterschiedlichen Seiten an. Auch hier wieder das Ambivalente in einem; das fratzenhaft Böse auf der einen und das friedfertig und "gut" wirkende auf der anderen.
Da die Objekte kleinformatig sind, könnte ich noch zwei weitere Bronzen dazu stellen, die entsprechende Bezüge zum Thema haben. Das wären zum einen die "Madonna" und zum anderen der Schamane.

Auf weitergehende philosophische Ausführungen möchte ich bewusst verzichten. Die Arbeiten selbst sollten dem Betrachter Impulse und Denkanstösse geben.

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