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Kids und Teens
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Wie eine Breze entsteht

Der Geisenfelder Ferienpass in der Bäckerei Gehrer in Rottenegg

Text : Frau Gehrer
Fotos : Frau Gehrer

Brezen gibt es beim Bäcker. Klar, das weiß doch jeder. Aber wie entsteht so eine Breze dort? Das erfuhren Geisenfelder Kinder, die mit dem Ferienpass in der Bäckerei Gehrer in Rottenegg, bei Geisenfeld, zu Besuch waren und sich dort auch selbst im Brezen drehen versuchen durften.
Zunächst aber schauen sie Bäckermeister Christian Gehrer, der den Betrieb dort vor vier Jahren übernommen hat und auch Bio- Backwaren im Sortiment hat, über die Schulter. Er hatte noch eine Überraschung für die Kinder, sie durften auch noch Muffins backen.
   
Dafür wurde erst der Teig in der großen Rührmaschine hergestellt und in die kleinen Förmchen gefüllt. Danach ab in den Ofen. Jetzt aber rasch zum Brezenteig, der als runder Teigfladen mit der Teilermaschine in gleich schwere Stücke gestanzt wird. Eine andere Maschine macht daraus, ganz nach Wunsch, entweder gleich Brezenstangerl oder aber Teigrollen, deren Enden von Hand noch weiter ausgerollt werden. Schließlich ist ein Teil der Breze ja dicker als die knusprigen Ärmchen in der Mitte. Anschließend werden aus den langen Rollen - schwupps, so schnell bekommt man das gar nicht mit - mit Schwung die Brezen gedreht.
   
"Bäckerlehrlinge brauchen drei bis vier Wochen, bis sie das beherrschen", erklärt Gehrer, "aber da gibt es noch einen Trick für Kinder." Einfach eine Schlaufe legen, Hände über Kreuz, die Enden der Teigstange halten und auf das Mittelteil der Breze drücken. Alles klar? Nun geht es ans selber Ausprobieren. Teiglinge werden gerollt, Brezen gelegt, Mehl staubt über die Arbeitsflächen. "passt des so???" fragt eins der Kinder. Christian Gehrer, der ansonsten alleine in der Backstube steht, muss hier und dort ein wenig nachhelfen, aber größten Teils klappt es recht gut mit dem Brezen drehen.
   
Das Ergebnis wandert anschleißend auf ein Blech. "vom Backen allein wird eine Breze aber nicht braun, wisst ihr, woher die Farbe kommt?" fragt der Bäckermeister dann die Buben und Mädchen, die in ihren Bäckerhauben schon ganz professionell aussehen. "Sie werden in Natronlauge getaucht, sonst bleiben sie weiß wie Semmeln", verrät er ihnen, bevor er das Salz darauf streut und die Brezen in den großen Ofen schiebt. Mittlerweile sind die Muffins fertig und duften wunderbar nach Schokolade. Nach ca. 12 Minuten sind auch die Brezen fertig, dann können die Kinder das Ergebnis ihrer Arbeit begutachten und schließlich in einer Tüte mit nach Hause nehmen.
   
   
   
Wie aus runden Teigfladen knusprige Brezen werden, dies erfuhren 28 Geisenfelder Ferienpasskinder, in zwei Gruppen aufgeteilt, bei Bäckermeister Christian Gehrer in Rottenegg. Ganz professionell mit Bäckerhauben ausgestattet, durften sich die Buben und Mädchen dann selbst im kunstvollen Brezendrehen üben, wobei ihnen der Bäckermeister die nötigen Handgriffe verriet. GZ vom 31. August 2006
   

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