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Theater und Kino
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HSV: Urkomische Szenen und witzige Verwechslungen
Wenn die Sterne lügen

Toni Lauerer

Geisenfelder Zeitung, 27.03.06 : Ellen Kellerer
Fotos : Ellen Kellerer


Einen Volltreffer landeten wieder einmal mehr die Theaterspieler des Heimat- und Sportvereins (HSV) mit ihrer aktuellen Inszenierung eines Stückes des niederbayerischen Erfolgsautors Toni Lauerer. ,,Wenn die Sterne lügen" heißt der lustige Dreiakter, bei dem das bewährte Regisseurinnenteam Helene Amler und Rosi Frank auch heuer wieder ihr Talent unter Beweis stellen konnte. Die ersten Aufführungen am Wochenende kamen bestens an. Für die Vorstellungen am kommenen Wochenende gibt es für Freitag und Sonntag noch Restkarten im Gasthaus Wallner.


Eine ,,falsche" Madame Thusnelda (Anja Hagl) prophezeit Steffi (Andrea Betzenbichler) genau das Richtige.

Wolfi (Christian Kürzinger, rechts) und Winter (Karl Ottowitz) verwechseln die Finanzbeamtin Pfeifer (Tanja Frank) mit einer Wahrsagerin.

Protagonisten des Stückes sind in altbewährter Manier Karl Ottowitz und Anton Weiher, mit Rollen, die ihnen einmal mehr auf den Leib geschrieben sind: Ottowitz verkörpert den ehrgeizigen und energischen Fuhrunternehmer Winter, der partout sein reizendes Töchterlein (die wirklich reizende Andrea Betzenbichler) an den Mann bringen will. Nur handelt es sich bei diesem leider um den zwar reichen, aber doch sehr einfältigen ,,Wolfi Wiesinger".

In dieser Rolle konnte Christian Kürzinger sein komisches Talent unter Beweis stellen. Doch aus den Plänen von Winter und Wiesinger senior (Martin Höckmeier) scheint nichts zu werden, denn Steffi und ihre Mama (souverän: Helga Rupprecht) glauben fest an Horoskope und die Sterne, und da muss es eben ein Wassermann, und nicht die ,,Jungfrau" Wolfi sein.
Die Ereignisse überschlagen sich, als Winter versucht, mit einer Wahrsagerin, die er bestechen will, die Tochter umzustimmen.


Hermann (Anton Weiher, links) ist manchmal ein wenig schlauer, als sein Chef Winter (Karl Ottowitz) glaubt.

Wolfi (Christian Kürzinger) hätte gerne eine Frau - vorerst muss die auf dem Papier aber genügen.

Dank des zwar langsamen, aber doch gewitzten Mitarbeiters Hermann (Anton Weiher und kein anderer konnte diese Rolle spielen), der findigen Nachbarin Frieda (eine resolute Martina Scharlach), einer ,,manipulierten" Wahrsagerin (Anja Hagl), einer gestrengen Finanzbeamtin (prima im Debut: Tanja Frank) und nicht zuletzt eines ,,richtigen" Wassermannes (in einem kurzen, aber guten Auftritt: Michael Eisenberger) wendet sich das Blatt für alle Beteiligten doch noch zum Guten.

Urkomische Szenen, schlagfertige Dialoge und witzige Verwechslungen trieben Lachtränen in die Augen der Zuschauer. Da darf man schon gespannt sein, was sich die Rottenegger Laienspieler für kommendes Jahr, wenn das 30-jährige Jubiläum gefeiert wird, ausdenken werden.
Steffi (Andrea Betzenbichler) und Wolfi (Christian Kürzinger) - nicht gerade ein Traumpaar.

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