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Geisenfeld-Online

Openair: Trotz viel Konkurrenz rund 1000 Besucher

21 Bands spielten ohne Gage zugunsten der Aidsvorsorge / 20-Jähriger bekam bei Streit Flasche auf den Kopf

Thomas Rossberg in der Geisenfelder Zeitung
17.07.2003


Als Erfolg werten die Veranstalter vom Verein "Aids-Mobil" das Benefiz-Open-Air vom vergangenen Wochenende. Knapp 1000 Besucher kamen an den drei Tagen in die "Schwedengrube" bei Eichelberg, wo 21 Bands unter Verzicht auf ihre Gage bei besten Wetter für "tollen Sound" sorgten. Weitere Attraktion war der Auftritt eines Feuerschluckers, und auch die "kids" kamen beim Kinderschminken nicht zu kurz. Aufgrund der großen Besucherresonanz · trotz zahlreicher Konkurrenzveranstaltungen · denken die Organisatoren über eine Neuauflage im nächsten Jahr nach. Näher mit dem Gedanken befassen will man sich aber erst nach Vorliegen der "Endabrechnung".

Am Freitag gegen 17 Uhr ging´s los. Bei freiem Eintritt strömten schnell die ersten paar hundert Musikfans auf das Gelände. Sieben Musikgruppen und ein Feuerschlucker standen auf dem Programm, bei dem die Band "Weißwurscht is" von 23.45 bis 1 Uhr den krönenden Abschluss bildete. Spätestens hier ließ sich erkennen, dass die "Chemie" zwischen Publikum und Bands passte. Die etwa 500 Besucher ließen "richtige Festivalatmosphäre" aufkommen und feierten noch weit bis nach 1 Uhr weiter.
Am Samstag standen für die "Frühaufsteher" bereits ab 10.30 Uhr die ersten Bands auf der Bühne, wobei größtenteils "Punkrock" und Artverwandtes geboten wurde. Trotz der heißen Temperaturen, vor denen die Besucher unter einem großen Fallschirm Zuflucht im Schatten fanden, und zweier Festivals in naher Umgebung, steigerte sich die Besucherzahl im Laufe des Abends auf rund 800. Highlight an diesem Abend war gegen 23.45 Uhr der Auftritt von "In a million". Bei dieser Band war dann auch laut Veranstalterin Eva Schreistetter "am meisten los".

Für die etwa 100 Besucher · die allermeisten von diesen hatten die Nacht in Zelten verbracht · gab es am Sonntagvormittag noch frische Weißwürste. Diese ließen sich auch einige Einwohner aus Eichelberg und Paarleiten schmecken, die sich unters jugendliche Publikum gemischt hatten.

Zur positiven Bilanz der Veranstalter trug auch bei, dass es bei dem gesamten Open-Air keine Zwischenfälle gab. Ausnahmen waren lediglich drei kleinere Rauschgiftvergehen (GZ berichtete) sowie eine Auseinandersetzung zwischen zwei alkoholisierten Besuchern in der Nacht zum Sonntag. Kurz vor 3 Uhr geriet ein 20-Jähriger aus der Nähe von Landshut mit einem anderen, noch unbekannten Mann in Streit. Dieser eskalierte, als der 20-Jährige seinem Kontrahenten eine Halbe Bier ins Gesicht schüttete. Sein Widersacher revangierte sich, indem er dem "Bierschütter" eine Flasche auf dem Kopf schlug. Der 20-Jährige erlitt eine Platzwunde an der Augenbraue und musste im Mainburger Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Der noch unbekannte Täter trug ein dunkelblaues T-Shirt mit grünem Bildaufdruck. Er wurde als 1,85 bis 1,90 Meter groß und schlank beschrieben und dürfte etwa 23 Jahre alt sein. Er hat kurzes blondes Haar und trug einen "Dreitagebart".

Abgesehen davon blieb jedoch alles im Rahmen, und auch die Besucher zeigten sich durchwegs zufrieden. So wurden vor allem die moderaten Getränkepreise hervorgehoben, und auch das breite Angebot an Kleidung, Schmuck und Lebensmitteln wurde gelobt. Ein Dankeschön seitens der Veranstalter gilt schließlich noch allen freiwilligen Helfern und den Grundbesitzern, die das Openair-Gelände kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Bilder von der Veranstaltung gibt es demnächst im Internet unter der Adresse "www.aidsmobil.de".


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